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Ebru Uzunoglu

7 Tipps um dem plötzlichen Kindstod (SIDS) vorzubeugen

Die Schaffung einer sicheren Schlafumgebung, die sich mit dem Alter und dem Entwicklungsstadium Ihres Kindes verändert, ist unerlässlich. Plötzlicher Kindstod ist der Albtraum aller Eltern

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Richtlinien für sicheren Schlaf für Kleinkinder bis zum Alter von 1 Jahr an, um das Risiko des plötzlichen Kindstod (SIDS), des Erstickens oder der Einklemmung zu verringern. Wenn Sie sich mit diesen Richtlinien vertraut machen, wird dies dazu beitragen, Ihr Baby sicher und glücklich zu halten, ganz zu schweigen davon, dass es Ihnen mehr Seelenfrieden gibt:

1. Auf dem Rücken schlafen

Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken, um nachts zu schlafen und ein Nickerchen zu machen. Sie können die Bauchzeit tagsüber üben, wenn Ihr Kind wach ist und Sie anwesend sind, um es zu überwachen und seine Nacken- und Schultermuskeln zu stärken.

2. Keine unnötigen Gegenstände

Ihr Baby sollte seinen eigenen Schlafplatz mit einer festen Matratze und einem eng anliegenden Laken haben. Kinderbett-Stoßstangen, Decken, lose Bettwäsche, Spielzeug oder Kleidung sollten sich niemals in der Schlafumgebung Ihres Babys befinden. Diese Gegenstände sollten auch für ältere Babys und Kleinkinder außerhalb des Kinderbettes bleiben, da Jene sie aufeinander stapeln können um aus dem Kinderbett zu klettern bzw. zu stürzen.

3. Stillen kann das Risiko von plötzlichem Kindstod verringern

Stillen Sie, wenn möglich – Untersuchungen zeigen, dass das Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten Ihres Kindes dazu beiträgt, das Risiko von SIDS zu verringern. Wenn Sie mehr über das Stillen erfahren wollen klicken Sie hier.

4. Schnuller verringert das Risiko eines plötzlichen Kindstod

Bieten Sie Ihrem Baby beim Einschlafen nachts und während des Mittagsschlafs einen Schnuller an – nicht während es schläft. Aber zwingen Sie den Schnuller nicht, wenn es nicht interessiert ist. Warten Sie bei stillenden Babys mit der Einführung eines Schnullers bis nach dem ersten Monat, damit ihre Stillgewohnheiten gut etabliert sind.

Der Grund ist noch unklar doch mehrere Studien haben gezeigt, dass der Schnuller den plötzlichen Kindestod um bis zu 30% senken kann. Die Erklärung: Das Saugen am Schnuller trainiert die oberen Atemwege. Zudem schlafen Babys dadurch weniger tief.

5. Bett teilen

Einige Wissenschaftler behaupten, dass das gemeinsame Schlafen in einem Bett das Risiko für einen plötzlichen Kindstod verringert. Einige Studien besagen aber, dass das Mitschlafen ein höheres Risiko darstellt und das Neugeborene sogar stärker vom plötzlichen Kindstod betroffen sein können. Dieser Punkt wird bis heute noch diskutiert.

Meine Empfehlung:

Das Kind sollte in seinem eigenen Kinderbett oder Korbwagen (oder in einem sicher am Bett befestigten Co-Schläfer) schlafen. Es sollte aber nicht in seinem eigenen Zimmer sein, bevor es nicht mindestens 6 Monate, besser 12 Monate, alt ist.

6. Plötzlicher Kindstod durch Rauchen

Rauchen in der Umgebung eines Babys kann zu einem erhöhten Risiko für SIDS führen. Wie sich das Rauchen während der Schwangerschaft auf das Kind auswirkt lesen sie hier.

7. Plötzlicher Kindstod durch Überhitzung

Unsere Körpertemperaturen sinken während des Schlafs auf natürliche Weise, und ein kühler Raum sorgt für den besten Schlaf. Wenn Sie Ihr Baby zum Schlafen in atmungsaktive Kleidung kleiden, können Sie eine Überhitzung vermeiden. Sie können die Temperatur Ihres Babys überprüfen, indem Sie ihm zwei Finger in den Nacken legen. Seine Haut sollte sich warm und trocken anfühlen. Die Körpertemperatur sollte zwischen 36,5° und 37,5° liegen. Ein Temperaturmessgerät kann hier eine große Hilfe sein.

Für noch mehr Tipps, wie Sie eine sichere Schlafumgebung schaffen können, während Ihr Baby wächst, lesen Sie hier.

Unsere Leseempfehlung:

https://greenmamaz.com/5-grunde-warum-wir-keine-schuhe-im-haus-tragen/

Links:

Am J Public Health. 2006 October; 96(10): 1757–1759. Sudden Infant Death Syndrome and Reported Maternal Smoking During Pregnancy. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1586150

Mitchell (1995) [49] and Anderson & Cook (1997) [50] : Smoking and Sudden Infant Death Syndrome Available from: https://www.who.int/tobacco/media/en/mitchell.pdf?ua=1 https

Wichtiger Hinweis zum Schluss:

Die Informationen und Tipps in diesem Artikel sind lediglich Anregungen. Jedes Kind ist anders und reagiert auf seine eigene Art und Weise. Es ist deshalb wichtig, dass Sie auf Ihr Kind eingehen und so herausfinden, welcher Weg der Beste für Sie ist

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